LoginInhaltsübersichtKontakt
 


Voraussichtlich:
Mitte März bis
Ende April 2011




Spielzeit 2010/2011

Die Wildente


Schauspiel von Henrik Ibsen

„Nehmen Sie einem Durchschnittsmenschen die Lebenslüge, so nehmen Sie ihm sein Glück.“


Psychologisch spannender Klassiker über die Frage nach Aufrichtigkeit und Wahrheit des Lebens: Der Idealist und Wahrheitsfanatiker Gregers Werle kehrt nach Jahren der Einsamkeit, fern von seinem verhassten Vater, Konsul Werle, zurück in die Stadt und sieht sich umstellt von Schuld, Schweigen und Lüge: Seine Mutter starb in Verzweiflung, weil der Vater vielfach die Ehe brach; der Kompagnon des Vaters, der alte Ekdal, saß jahrelang im Gefängnis, weil der Vater ihn geschäftlich verriet. Als er erfährt, welches Gespinst aus Lügen und Intrigen sein Vater um seinen Jugendfreund Hjalmar Ekdal und seinen Vater gesponnen hat, findet er die Aufgabe seines Lebens: Er will ihn über die Wahrheit seines bescheidenen Lebens aufklären. Alle Geheimnisse, alle Lebenslügen zwischen Hjalmar, seiner Frau und seinem Kind sollen ausgetilgt werden, auf dass sie alle neu beginnen können. Hjalmar will Gregers folgen – doch die Enthüllung der Vergangenheit bringt Hjalmar nicht die Erleuchtung, sondern zerstört seine Welt …

Henrik Ibsen beweist mit diesem Stück eine unglaubliche Menschenkenntnis: „Das Stück handelt weder von politischen, noch sozialen, und schon gar nicht öffentlichen Angelegenheiten. Es bleibt völlig im Kreise der Familie“, schreibt Ibsen an seinen Verleger. Was aber in diesem Kreise verhandelt wird, ist eine philosophische Frage: Ist die Wahrheit dem Menschen zumutbar, oder lebt er besser mit einer Lebenslüge?
 

Foto:Marquis;www.photocase.de